Dogscooting  – Was ist das?

Das Dogscooting entwickelt sich gerade zu einer neuen Trendsportart für Hundebesitzer, die ihren lauffreudigen Hund auslasten und gemeinsam mit ihm die Natur und Umgebung genießen und entdecken möchten. Dogscooting ist eine Variante des Zughundesportes, die relativ unkompliziert und ohne Schnee ausgeübt werden kann, und sich daher wachsender Beliebtheit erfreut. Ein oder auch mehrere Hunde werden mithilfe eines Zuggeschirrs vor einen Tretroller – auch Dogscooter genannt –  gespannt und ziehen diesen hinter sich her.

Was ist der Vorteil des Dogscooting gegenüber dem Canicross und Bikejöring?

Gegenüber dem Canicross (Jogger+Hund) hat das Dogscooting den Vorteil, dass die Geschwindigkeiten viel höher sind. So erlebt man beim Dogscooting nicht nur ein Geschwindigkeitsrausch, sondern kann auch deutlich längere Strecken zurücklegen. Aber nicht nur der Erkundungsradius ist deutlich höher. Der wohl wichtigste Vorteil liegt darin, dass der Hundebesitzer für das Dogscooting nur eine gewisse Grundfitness braucht, aber längst nicht so trainiert sein muss wie beim Canicross.  Auch gegenüber dem Bikejöring (Radfahrer +Hund) hat das Dogscooting Vorteile. Denn der Dogscooter hat einen deutlich tieferliegenden Schwerpunkt als ein Fahrrad, da das Trittbrett sich nur wenige Zentimeter über dem Boden befindet. Der Schwerpunkt lässt sich in scharfen Kurven auch noch weiter nach unten und hinten verlagern, so dass die Kurve deutlich schneller gefahren werden kann als mit dem Fahrrad. Neben den besseren Fahreigenschaften, ist aber insbesondere der Sicherheitsaspekt von Bedeutung. Gegenüber dem Bikejöring punktet das Dogscooter mit mehr Sicherheit, da der Fahrer deutlich näher am Boden ist und bei Gefahr viel leichter mit den Füßen am Boden ist, was die Sturzgefahr stark reduziert.

Dogscooting: Ein Teamerlebnis

Das Dogscooting stärkt die Beziehung zwischen Mensch und Hund ungemein, denn gemeinsam mit dem Hund und dem Dogscooter unterwegs zu sein ist echtes Teamwork. Es geht darum, mit dem Hunde eine echte Einheit zu bilden und so sicher und zügig unterwegs zu sein. Wichtig ist dabei, dass der Hund Befehle für das Überholen, Abbiegen oder langsames Laufen lernt und beherrscht. Eine gemeinsame Dogscooting Runde schweißt zusammen. Das Erleben der Natur und Teamarbeit sowie das Auspowern führt zu einem Wohlgefühl von Mensch und Hund, so dass beide Seiten ausgeglichen und zufrieden sind.

Dogscooting entspricht der Natur des Hundes

Das Dogscooting erlaubt es Hunden, ihren arttypischen Lauf- und Hetztrieb in gelenkten Bahnen auszuleben. Durch den Zughundesport werden Hunde sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet und sie können ihren natürlichen Trieben nachgehen. Denn Hunde, die ausschließlich als Haustier gehalten werden, sind häufig nicht ausgelastet und unausgeglichen. Auch der in vielen Bundesländern gesetzlich geforderte strikte Leinenzwang schränkt die körperliche Bewegung der Hunde zunehmend ein. Der Zughundesport bietet die Möglichkeit, auch mit Leine ausreichend Bewegung zu garantieren.

Diese Ausrüstung brauchen Sie für das Dogscooting

Dogscooter

Dogscooter sind Cross-Tretroller, die speziell für den Zughundesport konzipiert sind. Herkömmliche Tretroller oder Cityroller sind nicht geeignet für das Dogscooting. Ein guter Dogscooter muss geländetauglich und robust sein und ein breites Trittbrett haben, so dass beide Füße einen sicheren Stand haben können. Außerdem sollte der Lenker nicht zu niedrig sein, da dies zu einer unbequemen Haltung führt.

Bitte beachten Sie auch, dass einige Dogscooter für schwache-mittelstarke Zughunde und andere für starke Zughunde ausgelegt sind:

Dogscooter für schwache Zughunde

Dogscooter für starke Zughunde

Um den passenden Dogscooter für Sie zu finden, können Sie auch unseren Tretroller-Finder nutzen.

Dogscooter Zubehör

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Neben dem passenden Dogscooter benötigen Sie auch noch das passende Dogscooter Zubehör. Die wesentliche Ausrüstung für den Dogscooter stellen wir im Folgenden kurz vor:

Bikeantenne

Bikeantennen halten die Zugleine auf Abstand über dem Vorderrad. Ohne Bikeantenne kann sich die Jöringleine schnell im Vorderrad verfangen. Die Bikeantenne sollte am Rahmen und nicht am Lenker montiert sein, da ihr Hund sonst das Lenkverhalten von Ihnen beeinflussen würde.

Jöringleine

Jöringleinen sind Hundeleinen mit einem integrierten Rückdämpfer. Sie federn ruckartige Belastungen der Hunde ab und minimieren so die Belastung für den Rücken und Körper der Hunde.

Zuggeschirr

Passendes Zuggeschirr, das den entstehenden Zugpunkt gut auf die Brust-/Schulterpartie verteilt. Der Hund darf nie am Halsband ziehen!

Halsband

Ein Halsband wird nur benötigt, wenn 2 Hunde ziehen. Die Hunde werden mithilfe einer Neckline am Halsband miteinander verbunden. So wird verhindert, dass sie in unterschiedliche Richtungen ziehen.

Zughund

Für das Dogscooting kommt jeder lauffreudige Hunde beinahe jeder Rasse, der gesundheitlich keine Einschränkungen hat, in Frage. Es gibt aber dennoch ein paar Einschränkungen, die Sie beachten sollten.

  • Der Hund sollte vollständig ausgewachsen sein. Das gilt nicht nur für die Körpergröße, sondern auch für den Knochenaufbau und die Muskulatur. Dies ist in der Regel erst mit 1-1,5 Jahren der Fall. Das Dogscooting kann auch mit Hunden höheren Alters bedenkenlos ausgeübt werden, wenn der Hund körperlich noch gut in Schuss ist.
  • Der Hund sollte vollständig gesund sein und von seinem Bewegungsapparat und dem Herz-Kreislauf-System her für diesen Hundesport geeignet sein.
  • Der Hund sollte eine Körperstatur haben, die ihm die Belastung des Ziehens und ausdauernden Laufens ermöglicht. Besonders kleine Rassen, wie Chihuahuas eignen sich daher nicht. Auch kurznasige Rassen eignen sich weniger für das Dogscooting, da sie dazu neigen, zu wenig Luft zu bekommen, insbesondere bei starker körperlicher Bewegung und Hitze. Auch Hunderassen, die häufig an Problemen im Bewegungsapparat leiden, sind nur bedingt geeignet.

Das Antrainieren der Hunde sollte erst über kurze Distanzen erfolgen. Die Distanzen können dann nach und nach gesteigert werden. Beachten Sie auch das Naturell Ihres Hundes. Während einige Hunde losrennen, als ob sie nie etwas anderes gemacht hätten, benötigen andere eine behutsame Einführung in die neue Aufgabe.